#EXTM3U – Kopfzeile
Die erste Zeile jeder gültigen Extended-M3U-Playlist. Ohne sie behandeln viele Player die Datei als einfache URL-Liste ohne Metadaten. Optional kann hier die EPG-Quelle via url-tvg="..." direkt angegeben werden.
Das M3U-Format ist die technische Grundlage für die meisten IPTV-Senderlisten. Wer versteht, wie eine M3U-Playlist aufgebaut ist, welche Metadaten sie enthält und wie sie sich von der Xtream Codes API unterscheidet, kann Probleme bei der Einrichtung selbst lösen – ohne Stunden mit dem Support zu verbringen.
Dieser Ratgeber erklärt Syntax, Aufbau, Erstellung und Fehlerdiagnose. Eine Übersicht aller IPTV-Themenbereiche finden Sie auf der Startseite von iptvbase.shop.
Eine gültige M3U-Playlist für IPTV besteht aus zwei Pflichtbestandteilen: der Kopfzeile #EXTM3U und mindestens einem Kanaleintrag, der aus einer #EXTINF-Zeile und der darauffolgenden Stream-URL besteht. Alle weiteren Attribute sind optional, aber für eine gut funktionierende Senderliste unverzichtbar.
Die Dateiendung .m3u8 signalisiert UTF-8-Kodierung. Für deutsche Inhalte mit Umlauten ist M3U8 die richtige Wahl, um Darstellungsfehler in Sendernamen und Kategoriebezeichnungen zu vermeiden.
Die erste Zeile jeder gültigen Extended-M3U-Playlist. Ohne sie behandeln viele Player die Datei als einfache URL-Liste ohne Metadaten. Optional kann hier die EPG-Quelle via url-tvg="..." direkt angegeben werden.
Jeder Sender beginnt mit #EXTINF:-1 (die -1 steht für unbekannte Dauer bei Live-Streams), gefolgt von optionalen Schlüssel-Wert-Paaren wie tvg-id, tvg-logo und group-title, und endet mit dem Sendernamen nach dem Komma.
Direkt nach der #EXTINF-Zeile folgt die Stream-URL. Unterstützte Protokolle: HTTP/HTTPS (HLS .m3u8, MPEG-TS), RTMP, RTSP. Für moderne IPTV-Player ist HLS über HTTPS der Standard – er unterstützt adaptive Bitraten und ist weitgehend kompatibel.
Die wichtigsten optionalen Attribute der #EXTINF-Zeile und ihre Funktion in der Praxis:
| Attribut | Beispielwert | Funktion | Für EPG nötig? |
|---|---|---|---|
tvg-id | "Das.Erste.DE" | Verknüpft den Sender mit EPG-Daten aus der XMLTV-Quelle | ✓ Ja |
tvg-name | "ARD Das Erste HD" | Angezeigter Sendername; überschreibt den Namen nach dem Komma | ✗ Nein |
tvg-logo | "https://…/ard.png" | URL zum Sender-Logo; wird im Player als Kanal-Icon angezeigt | ✗ Nein |
group-title | "DE | Vollprogramm" | Weist den Sender einer Kategorie/Gruppe zu | ✗ Nein |
tvg-country | "DE" | ISO-Ländercode; ermöglicht Filterung nach Herkunftsland | ✗ Nein |
tvg-language | "German" | Sprache des Senders; nützlich für mehrsprachige Playlisten | ✗ Nein |
tvg-shift | "+1" | EPG-Zeitversatz in Stunden; für Zeitzonenkorrekturen | ✗ Nein |
catchup | "shift" | Aktiviert Zeitversatz-Funktion (Catch-Up); erfordert Serverunterstützung | ✗ Nein |
Viele IPTV-Anbieter bieten zwei Zugangswege an: eine direkte M3U-URL und eine Xtream Codes-kompatible API. Beide Methoden liefern Senderlisten, unterscheiden sich aber erheblich in Funktionsumfang, Flexibilität und den Anforderungen an den Player.
Die M3U-URL ist universeller: nahezu jeder Player und jede Software, die Videodateien abspielen kann (VLC, Kodi, Emby), versteht das Format. Die Xtream API hingegen bietet deutlich mehr Komfort – eingebetteter EPG-Abruf, VOD-Katalog, Archiv-/Catch-Up-Funktion – setzt aber einen dedizierten IPTV-Player voraus, der das Xtream-Protokoll implementiert.
Welche Methode besser passt, hängt vom Nutzungsszenario ab: Für einfaches Live-TV auf vielen Geräten genügt M3U. Wer VOD und Catch-Up nutzen möchte, ist mit der Xtream API besser bedient.
Jeder IPTV-Player hat eine leicht unterschiedliche Import-Logik für M3U-Playlisten. Die folgende Tabelle zeigt, was beim Import auf den wichtigsten Plattformen zu beachten ist.
| Player | Plattform | Import-Methode | Remote URL | Auto-Update |
|---|---|---|---|---|
| TiviMate | Android TV / Fire TV | Einstellungen → Playlisten → Hinzufügen | ✓ | ✓ Intervall |
| IPTV Smarters Pro | Android / Fire TV / iOS | Konto hinzufügen → M3U-URL | ✓ | ✓ täglich |
| GSE Smart IPTV | iOS / Android | Remote-Playlisten → URL eingeben | ✓ | manuell |
| Kodi + PVR IPTV Simple | Android / Windows / macOS | PVR-Addon konfigurieren → M3U-Pfad | ✓ | ✓ Cron |
| VLC Media Player | Windows / macOS / Linux | Datei → Netzwerk-URL öffnen | ✓ | ✗ |
| Televizo | Android TV | Playliste hinzufügen → URL | ✓ | ✓ Intervall |
| Smart IPTV (Samsung) | Samsung Tizen | smiptv.com → MAC eingeben → URL hochladen | ✓ | manuell |
| SS IPTV | Samsung / LG | Einstellungen → Quellen → Remote | ✓ | manuell |
Eine M3U-Playlist ist eine einfache Textdatei, die sich mit jedem Texteditor (Windows: Notepad++, macOS: BBEdit, Linux: nano oder gedit) öffnen und bearbeiten lässt. Wichtig ist die korrekte UTF-8-Kodierung beim Speichern.
Wer eine bestehende Playlist bereinigen, Sender sortieren oder Duplikate entfernen möchte, findet in spezialisierten M3U-Editoren eine komfortablere Oberfläche. Onlinetools wie M3U Editor (browserbasiert) erlauben Import, Filterung nach Kategorie und Re-Export ohne Softwareinstallation.
Öffentlich verfügbare, legale M3U-Quellen für Deutschland – insbesondere für öffentlich-rechtliche Sender – erklären wir im Ratgeber M3U IPTV Deutschland kostenlos.
Wichtig: Codierung beim Speichern
Speichern Sie M3U-Dateien ausschließlich als UTF-8 ohne BOM. Eine Byte-Order-Mark (BOM) am Dateianfang verhindert, dass viele Player die Kopfzeile #EXTM3U korrekt erkennen, was zu einem Importfehler führt.
Wenn der Player keine Sender anzeigt oder die Playlist nicht importiert werden kann, hilft diese systematische Prüfliste.
#EXTM3U lauten – keine führenden Leerzeichen, kein BOM.
Legale öffentliche M3U-Quellen für deutsche Sender: öffentlich-rechtliche Streams, GitHub-Repositories und Testmethoden für kostenlose Playlisten.
Zum Ratgeber →XMLTV-Format, EPG-Quellen und tvg-id-Mapping: So verbinden Sie Ihre M3U-Playlist mit einem vollständigen Programmführer.
Zum Ratgeber →Vollständige Senderliste für DE/AT/CH: öffentlich-rechtliche Sender, Privatsender, Regionalsender und Gerätekompatibilität im Überblick.
Zum Ratgeber →Eine M3U-Playlist ist eine Textdatei mit der Endung .m3u oder .m3u8, die eine Liste von Medien-URLs enthält. Für IPTV enthält jeder Eintrag eine #EXTINF-Zeile mit Metadaten (tvg-id, tvg-logo, group-title) gefolgt von der Stream-URL. Ein IPTV-Player lädt diese Datei und stellt die enthaltenen Sender als navigierbare Kanalliste dar.
M3U ist das ursprüngliche Format für lokale Playlisten, M3U8 ist die UTF-8-kodierte Erweiterung für Streaming. Beide Formate verwenden identische Syntax. Der Unterschied liegt in der Zeichenkodierung: M3U8 unterstützt Sonderzeichen und nicht-lateinische Schriften korrekt. Für IPTV-Playlisten mit deutschen Umlauten sollte immer M3U8 (UTF-8) verwendet werden.
Eine M3U-Playlist ist eine statische oder dynamisch generierte Textdatei, die der Player einmalig lädt. Die Xtream Codes API ist eine Server-Schnittstelle, bei der sich der Player mit Benutzername, Passwort und Server-URL authentifiziert und dann Senderliste, EPG und Archiv direkt vom Server abruft. Die API bietet mehr Funktionen (Catch-Up, Archiv, VOD), erfordert aber ein aktives Konto beim IPTV-Anbieter.
Der einfachste Weg ist VLC Media Player: Datei → Netzwerk öffnen (oder Strg+N) und die M3U-URL eingeben. VLC lädt die Playlist und zeigt alle Einträge. Alternativ können Sie einzelne Stream-URLs direkt in VLC eingeben, um Verfügbarkeit und Qualität zu prüfen, bevor Sie die komplette Liste in Ihren IPTV-Player importieren.
Häufige Ursachen: (1) Die M3U-URL ist nicht erreichbar oder erfordert Authentifizierung. (2) Die Datei enthält keine gültige #EXTM3U-Kopfzeile. (3) Der Player unterstützt das gewählte Protokoll nicht. (4) Alle Stream-URLs in der Playlist sind inaktiv. Prüfen Sie die URL zuerst in VLC, bevor Sie den Player-Import erneut versuchen.